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Den “Dr.” aus Singapur (nicht) im Ausweis tragen

Wer mit einer Promotion der Top-Universitäten im asiatisch-pazifischen Raum nach Deutschland zieht, kann sich schnell als Wissenschaftler zweiter Klasse fühlen: der Dr.-Titel darf nicht in den Ausweis oder auf die Visitenkarte. Anders als bei PhDs/Promotionen in den USA, Kanada, Israel, Australien oder allen EU-/EWR-Staaten wird der PhD beispielsweise aus Hongkong oder Singapur von den Bundesländern de facto nicht als gleichwertig angesehen. So kann er auch nicht “nostrifiziert” (d.h. im Perso geführt) werden.

Die Gleichwertigkeit ist hierbei keine Frage der individuellen Anerkennung sondern wird per KMK-Allgemeinverfügung nach Herkunftsland der Universität vorgegeben. So kann man als betroffeneR DeutscheR oder ausländischeR WissenschaftlerIn auch keine Anträge dafür stellen – egal wie gut/bekannt oder hochwertig das Promotionsprogramm oder die Uni ist (mehr zu den Regeln im separaten Beitrag). Eine formale Diskriminierung liegt nach Aussagen verantwortlicher Stellen allerdings nicht vor, weil die ausländischen PhDs allen Einheimischen beim Zugang zu akademischen Positionen nicht nachrangig sind. Die “Diskriminierung” betreffe allein das Führen in Dokumenten und das verhindere ja nicht, dass man einen Job nicht bekommen kann.

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Regeln der Länder zum Führen ausländischer Abschlüsse (Promotion)

Folgend eine Linkliste mit Regeln und Hinweisen zum Thema PhD “Anerkennung”: Wie sind ausländische akademische Grade in den verschiedenen Bundesländer zu führen? – Beispiel: Wie ist der PhD aus Singapur oder Hongkong in Deutschland zu führen? (Mein Artikel zum grds. Problem hier.)

Kultusministerkonferenz (KMK)

Die Grundsatzbeschlüsse zum Thema mit der letzten Version der letzten Änderungen von 2015 als PDF.

Über die Info-Seite der KMK lassen sich auch die Merkblätter der Länder abrufen. Daneben noch einige mit weiteren Infos Continue reading