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Rentendebatte und die besonderen Ost-Frauen-Renten

Vielleicht liegt es am Sommerloch, vielleicht an der ungelösten langfristigen Finanzierung. Jedenfalls läuft mal wieder die Rentendebatte in Deutschland. Spiegel Online zieht die Debatte an einem Diskussionsanstoß der EU Kommission (Papier hier) hoch, die andeutet, dass das Renteneinstiegsalter mittel- oder langfristig bei 70 Jahren liegen sollte. Derzeit liegt der Durchschnitt beim Renteneintritt in Deutschland bei 61,7 Jahren, also in der Realität weit vom aktuellen Zielwert 65 entfernt. Die vor einiger Zeit beschlossene Rente mit 67 wird schrittweise eingeführt und gilt komplett erst für 1964 und danach Geborene.

Leider wird der notwendige Schritt des späteren Renteneinstiegs nicht nur von der SPD zunehmend in Frage gestellt, sondern auch von Abgeordneten der Grünen (so Wolfgang Strengmann-Kuhn, der den Beginn des Angleichsprozesses nach hinten schieben will). Das Problem dabei ist, dass so der Druck auf das Rentensystem nur zunimmt. Dazu kommt, dass man nicht dauernd wieder an eh schon schwierigen Entscheidungen im Nachhinein rumdoktern sollte, zumal wir wissen, dass auch diese Anpassungen nicht ausreichen, um “die Rente” in Deutschland langfristig zu finanzieren. Ich finde die Erhöhung des Renteneinstiegsalters angesichts rasant gestiegener Lebenserwartung und einer zunehmenden Verschiebung von manueller Arbeit hin zu Dienstleistungen die sozialste Alternative. Natürlich ist das aber keine Entscheidung, die allein das Probem löst, so lange nicht in vielen anhängigen Bereichen (wie Erwerbsmöglichkeiten 50+, steuerliche Anreize, Abbau von Eintrittsbarrieren im Arbeitsmarkt und v.a. Arbeitsplätze) endlich Fortschritte erzielt werden. Unabhängig davon frage ich mich, wann die Deutschen endlich begreifen, Continue reading